Schulprogramm der Scultetus-Oberschule

 

Wir sind eine Schule, deren besonderer Auftrag das gemeinsame Lernen von behinderten und nichtbehinderten Kindern in Integrationsklassen ist.

Unter dem Leitgedanken „Lernen mit Lust“ berücksichtigen wir die Verschiedenheit und Individualität des Einzelnen, arbeiten mit einer Vielzahl interessanter Lernmethoden, gestalten ein positives Lehrer-Schüler-Verhältnis und vermitteln praxisorientiertes Wissen.

Die Erziehung junger Menschen nimmt einen großen Stellenwert in unserer Arbeit ein.  Unser Unterricht ist abwechslungsreich, einprägend, lebensvorbereitend und fröhlich.

Wir wollen miteinander lernen, erleben und ausprobieren. Unser Unterricht ist abwechslungsreich, einprägend lebensvorbereitend und fröhlich.


 

Lernen an unserer Schule

Nicht für die Schule - sondern für das Leben lernen wir.

Schüler und Lehrer gestalten im freundlichen Miteinander einen abwechslungsreichen und methodisch gut aufbereiteten Unterricht. Der Unterricht wird im Blockmodell (90 min) erteilt.

Zu einer guten Wissensvermittlung tragen sehr gut ausgestattete Fachkabinette und eine wohnliche Gestaltung der Schule bei.

Die Integration von behinderten Kindern ist unser gemeinsames Anliegen. Im Team beraten wir geeignete Fördermaßnahmen und Hilfen, um allen Kindern gute Chancen und positive Lernerfolge zu ermöglichen. Unser gesamtes Kollegium hat entsprechende Qualifikationen erworben. Für uns sind Zweitlehrereinsatz, differenzierte Unterrichtsgestaltung, individuelle Lernplanung und viele andere Anforderungen zu Normalität geworden. Wir fordern und fördern Kinder entsprechend ihrer Möglichkeiten und gestalten gemeinsam einen optimalen sozialen Rahmen.

Zur individuellen Betreuung sind an unserer Einrichtung zusätzlich zum Lehrpersonal Integrationshelfer beschäftigt.

Unsere Klassenleiter halten bereits vor dem Schulwechsel an unsere Einrichtung Kontakt zu Grundschulen der Region. In den Grundschulklassen hospitieren wir, beraten uns mit Eltern, den betreuenden Förderschulen, unserem Schulträger und der dienstvorgesetzten Behörde. Wir besprechen den Schulwechsel, Hilfen zur Integration u. a. im Vorfeld. Teilweise können Kinder mit Behinderungen unsere Schule vorher kennen lernen.

Das Jugendamt des Kreises Görlitz ist ein Partner unserer Schule. Wir pflegen eine gute, auf gegenseitigem Vertrauen basierende Zusammenarbeit.

Vor der Schulaufnahme müssen alle Eltern die Bereitschaft erklären, dass ihr Kind eine Integrationsklasse besuchen darf. Um die soziale Situation optimal zu gestalten, finden Elterabende der neuen 5. Klassen bereits vor dem Schulwechsel statt.

Während einer Klassenfahrt zu Beginn der 5. Klasse findet ein spezielles Sozialtraining statt, das Kinder auf die neue Situation vorbereitet. Während des Schuljahres sammeln alle Schülerinnen und Schüler in einem Projekt Erfahrungen, die ihnen zeigen, mit welchen Einschränkungen ihre Mitschüler das Leben meistern.

 

Motivation und strukturierter Unterricht

Mit Freude lernt es sich leichter. Grundlage hierfür sind Motivation und Zielorientierung im Unterricht. Die Gliederung der Stunde wird deshalb an der Tafel notiert. Jeder Schüler ist verpflichtet, eine saubere und gegliederte Mitschrift anzufertigen.

Die Erledigung von Hausaufgaben ist Ehrensache für alle Schüler. Sie sichern, dass das im Unterricht erworbene Wissen durch Wiederholung gefestigt wird. Als Anreiz so wenig wie möglich Hausaufgaben zu vergessen, gibt es eine „Hausaufgabennote“ in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Diese geht als einwertige Zensur jährlich in die Fachzensur ein.

Unsere Schule legt Wert auf den Einsatz moderner, zweckmäßiger Unterrichtsmittel, die einen methodisch abwechslungsreichen und anschaulichen Unterricht ermöglichen sollen.

Über eine Vielfalt an Lernmethoden wollen wir den Unterricht abwechslungsreich gestalten. Ein Schwerpunkt der gemeinsamen Unterrichtsarbeit ist die Befähigung zur Teamarbeit.Grundlage dafür bildet der als Freiarbeit organisierte Förderunterricht in den Klassenstufen 5 und 6. Die gesamte Steuerung und Aufgabenerarbeitung liegt in der Verantwortung eines Projekteams der Schule.

 

 

Mehr Lob als Tadel

Gute Mitarbeit, das Einbringen in die Gemeinschaft und Leistungs-fortschritte gilt es positiv zu bewerten. Dabei steht ein kleines Lob für gelungene Dinge im Vordergrund.

Am Schuljahresende werden nicht nur gute schulische sondern auch außerschulische Leistungen gewürdigt. Jedes Jahr ehren wir mit der Scultetus-Urkunde die Schüler mit dem besten Abschluss im Real- und im Hauptschulbildungsgang.

Alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen können sich auf ein „Empfehlungsschreiben“ der Lehrerkonferenz bewerben. Dieses wird für ein positives, aktives Wirken im schulischen und persönliches Engagement im außerschulischen Bereich erteilt und erhöht die Chancen bei der Bewerbung auf eine Lehrstelle.

In den Hauptfächern der Hauptschulgruppen ermöglicht ein  Bonuspunktesystem den Fachlehrern eine kreative Bewertung.

 

Erziehende Schule

Lehrer begleiten Schülerinnen und Schüler im Lernprozess und unterstützen dabei Eltern bei der Erziehung der Kinder. Deshalb achten wir in besonderer Weise auf die Einhaltung von Regeln. Wir geben Normen wie z.B. pünktliches Erscheinen vor und vermitteln Werte wie Teamgeist, Höflichkeit, gegenseitige Achtung und Toleranz. Schülerinnen und Schüler achten Lehrer und nehmen schulische Pflichten ernst.

Die kritische Auseinandersetzung von Fehlleistungen oder Fehlverhalten erfolgt sachlich, ehrlich und ohne persönliche Beleidigung.

Schule und Eltern sind Partner bei der Erziehung und Bildung der Schülerinnen und Schüler.

Der Klassenleiter und die Elternsprecher treten gemeinsam für eine positive Entwicklung der Klasse ein. Um einen guten Informationsfluss zu sichern, werden gegenseitig Hinweise in das Hausaufgabenheft eingeschrieben. Das Hausaufgabenheft ist wöchentlich von den Eltern zu kontrollieren und zu unterschreiben. Regelmäßig finden Elternsprechstunden statt.

 

Begegnungsort Schule

Schule heißt nicht nur lernen sondern auch Freizeit miteinander gestalten.

Deshalb bietet unsere Einrichtung im Rahmen des Ganztagsangebotes eine Vielzahl von Arbeitsgemeinschaften an. Die Teilnahme kann freiwillig erfolgen. Der Besuch einer Arbeitsgemeinschaft ist dann Pflicht, wenn keine weitere außerschulische Betätigung stattfindet.

Der Sculticlub bietet darüber hinaus noch die Möglichkeit des gemeinsamen Spiels und anderer Aktivitäten am Nachmittag bis 17.00 Uhr.

Regelmäßig präsentieren Schülerinnen und Schüler Teile des Schullebens beim jährlich stattfindenden Schulfest.

 

Übergang von der Grundschule optimal gestalten

Um Kinder nach dem Wechsel an die Oberschule optimal begleiten zu können, übernehmen die 5. Klassen nur Fachlehrer der Fächer Mathematik, Deutsch und Englisch. Gleichzeitig ist der Klassenleiter verantwortlich für die Durchführung der Freiarbeit. Ab Klassenstufe 7 übernimmt der jeweils stellvertretende Klassenleiter die Klasse und führt diese bis zum Schulabschluss.

 

Schule der Region

Unsere Schule versteht sich als Schule der Region. Das bedeutet, dass wir im Rahmen unserer Aktivitäten unsere Heimat, den Landkreis und die Stadt Görlitz kennen lernen und als offene Schule mit vielen Institutionen zusammenarbeiten. Schwerpunkte werden im Fächerverbindenden Unterricht gesetzt.

Themen:

Klassenstufe 5              Miteinander (un)behindert leben (Sanitätshaus Rosenkranz)

Klassenstufe 6              Feiertage und Traditionen (Erlöserkirche, Heiliges Grab)

Klassenstufe 7              Pubertät und Prävention (Praxis für Gynäkologie, Polizei)

Klassenstufe 8              Rund ums Wasser (Neißebad, Klärwerk, Klingewalder Bach)

Klassenstufe 9              Berufswahl und Bewerbung (Testbewerbung in verschiedenen Betrieben)

 

Freude an sportlicher Betätigung

Ziel des Sportunterrichtes an unserer Schule ist es, Kinder zum lebenslangen Sporttreiben anzuregen. Deshalb vermitteln wir Freude an Bewegung. Die Palette der sportlichen Angebote im Unterricht ist groß und reicht von Judo über Tischtennis, Badminton bis zum Inlineskaten. Ehrgeiz und Leistungswille ist in den traditionellen Disziplinen der Leichtathletik und des Geräteturnens gefordert. Leistungsvergleiche finden beim Sportfest, das als Vierkampf ausgelegt ist, ihren Höhepunkt. Im Wettbewerb um Medaillenplätze und gute Zensuren ermitteln wir die Schulmeister der jeweiligen Altersklassen.

Weitere Schwerpunkte des Sportunterrichtes sind körperhälften-übergreifende Bewegungsabläufe, Orientierung im Raum, Fairness und Disziplin.

Um individuelle Entwicklungsdifferenzen ausgleichen zu können, ist es möglich, in einen 14-tägigen Unterrichtsblock zwischen Handball und Fitness zu wählen.

Zur Tradition gehören Schulmeisterschaften im Handball, Tischtennis und Badminton.

 

Berufsorientierung

Das Ziel unserer Oberschule ist die Ausbildung von Menschen, die in der Wirtschaft, Handwerk und dem Dienstleistungssektor des Mittelstandes arbeiten. Eine frühzeitige Orientierung und Auseinandersetzung mit Berufswünschen führt zu klaren persönlichen Zielen und schulischem Engagement. Wir setzen uns deshalb im Unterricht mit Berufsbildern und Chancen in unserer Region auseinander. Zwei reguläre Betriebspraktika und zusätzliche Spezialpraktika im Rahmen von Projekten bieten die Möglichkeit sich in verschiedenen Berufen zu erproben.

In Klassenstufe 9 widmet sich der Fächerverbindende Unterricht ganz diesem Thema. Als besondere Herausforderung müssen alle Teilnehmer eine Testbewerbung in einem Unternehmen abgeben und ein entsprechendes Bewerbungsgespräch führen. Seit vielen Jahren begleiten uns in diesem Prozess ca. 15 – 20 Unternehmen unserer Region.

Ausdruck einer besonderen Beziehung zur Wirtschaft ist die Kooperation mit Bombardier Transportation Görlitz. Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen umfasst Sonderpraktika für Schülerinnen und Schüler, eine intensive Zusammenarbeit im Bereich Berufsinformation (insbesondere der Gewinnung von Mädchen für technische Berufe) sowie die Möglichkeit von Fortbildungen und Praktika für Lehrer unserer Schule.

Im Kontext zu einer guten Berufsvorbereitung sehen wir die Vermittlung von Normen und Werten (siehe erziehende Schule)

 

Gesundheitserziehung

Schwerpunkte der Erziehung zur Gesundheit werden in den Fächern Biologie, Chemie und Hauswirtschaft gelegt. Wir vermitteln Kenntnisse zur gesunden Ernährung und Fitness.

Besondere Aufmerksamkeit wird dem Thema Sucht beigemessen. Es ist unsere Aufgabe über den Unterricht hinaus präventiv zu arbeiten. Deshalb arbeiten wir hier mit Partnern, wie z.B. dem Verein „Alkanti“ (anonyme Alkoholiker) und der Drogenfahndung zusammen. In der Klassenstufe 7 ist ein Elternabend diesem Thema gewidmet.

Einen weiteren Aspekt der Gesundheitserziehung sehen wir in einer gesunden Ernährung und einer guten Esskultur. Deshalb legen wir Wert auf ausreichende Pausen zur Esseneinnahme, gesunde Kost und eine ansprechende Umgebung im Rahmen der Schülerspeisung. Das Trinken von Wasser bzw. Tee während des Unterrichts ist an unserer Schule erlaubt.

 

Jeweils monatlich gibt es an unserer Schule einen "Obsttag". Ziel ist es, sesonale und regionale Produkte vorzustellen sowie deren Verzehr zu ermöglichen. Ein Team der 
8. Klassen bereitet hierzu frisches Obst und Gemüse (vor dem Unterricht) verzehrfertig vor (waschen, schälen, portionieren, konservieren) und bietet dieses in der Hofpause an. Dank einer Kooperation mit der Klinikum Görlitz GmbH können wir den Obsttag kostenfrei gestalten. Die Belieferung mit frischen und regionalen Lebensmitteln erfolgt durch die Firma "Obst und Gemüse Kießlich" in Königshufen.

 

Verantwortung übernehmen

Schüler einer guten Schule sind stolz auf das, was sie erreicht haben und bringen sich aktiv in das Schulleben ein. Verantwortung übernehmen die zehnten Klassen bei der Hofaufsicht, die neunten Klassen engagieren sich in der Cafeteria zum Schulfest und organisieren eigenständig die Abnahme von Altpapier. Gemeinsam gestalten wir ein Schulfest, das Ausschnitte aus unseren Ganztagsangeboten, Neigungskursen und dem Fächer-verbindenden Unterricht zeigt. Verantwortung übernehmen heißt aber auch, dass man die Aneignung von Wissen als Chance zur optimalen persönlichen Entwicklung begreift und entsprechend handelt – sich als Teil eines guten Teams versteht und füreinander da ist – sich an Regeln hält, die uns einen konfliktfreien Umgang ermöglichen, der von gegenseitiger Achtung geprägt ist.

Eigenverantwortung und selbstständiges Handeln trainieren Schülerinnen und Schüler in der Schülerfirma „Sculti-Snack“ und im Schülerradio unserer Einrichtung.

 

Unterricht auf hohem Qualitätsniveau

Lehrer an unserer Schule zu sein, verpflichtet zu hohem Engagement und zur Einhaltung gemeinsam gesetzter Ziele. Dazu gehören der persönliche Anspruch auf Fortbildung, die Mitwirkung in schulischen und außerschulischen Projekten sowie der Wille zur Umsetzung eines binnendifferenzierten Unterrichtes, der Gradmesser für eine erfolgreiche Integration ist.

Grundlage unserer Unterrichtsgestaltung ist ein gutes Fach- und Methodenwissen sowie Kenntnis und Anwendung von geeigneten Unterrichtsmitteln.

 

Elternarbeit

Eltern und Schule übernehmen gemeinsam die Verantwortung für die Erziehung der Kinder.
Deshalb legen wir Wert auf eine offene, freundliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Es ist unsere Aufgabe als Schule, Eltern über Leistungs- und Entwicklungsstand der Kinder zu informieren und bei Bedarf zu beraten. Regelmäßig finden deshalb Elternsprechstunden und individuelle Elterngespräche statt. Wir legen besonderen Wert darauf, dass Eltern sich in die Arbeit der Schule einbringen. Gemeinsam organisierte Wandertage und durchgeführte Aktionen sollen die Sozialisation innerhalb der Klassen stärken und besonders in der pubertären Phase positiv begleitend wirken.

In Problemfällen beraten wir individuell. Grundlage von Entscheidungen  bildet eine Persönlichkeits- und Leistungsanalyse, die in der Klassenkonferenz abgestimmt wird.

Der Beratungslehrer unterstützt diese Prozesse und begleitet Verfahren im Sinne der Erfolgsorientierung.

 

Freundlichkeit

Freundlichkeit und gegenseitige Achtung sind ein Markenzeichen unserer Schule. In einer freundlichen und positiven Umgebung lernt es sich leichter und wir Lehrer können uns auf Inhalt und Methoden konzentrieren.

Ziele des Einzelnen, der Klasse oder der Schule stimmen wir gemeinsam ab. Jeder hat im Rahmen seines Wirkungsbereiches die Möglichkeit, seine fachlich begründete Meinung einzubringen und damit die Qualität des Unterrichtes und anderer Prozesse positiv zu beeinflussen.

 

Transparenz

Wir wollen Leben und Lernen an unserer Schule transparent gestalten.
Eine verlässliche Kommunikation auf allen Ebenen ist dazu Voraussetzung.

In der Verantwortung der Schulleitung liegen dabei klare Zielvorgaben, die zur positiven Umsetzung des Schulkonzeptes führen.

Die Verantwortung der Lehrer umfasst gerechte Entscheidungen zu Lern- und Leistungsstand sowie die objektive und konstruktive Beurteilung von Schülern.

Mündlich erteilte Zensuren werden an unserer Schule angesagt. Unter Klassenarbeiten wird die Notenvereilung angegeben. Alle Schüler erhalten im Dezember bzw. April einen aktuellen Leistungsstand zur eigenen Orientierung.

 

Schulorganisation

Eine optimale Stundenplangestaltung und die Koordination von Angeboten am Nachmittag ist oberstes Ziel der Schulorganisation. Der Unterricht wird durchgängig im Block angeboten. Ausnahme sind Fächer, die nur mit einer Wochenstunde unterrichtet werden.

Um fachliche Inhalte optimal umsetzen zu können, werden klar gegliederte Aufgabenbereiche von Projektteams gesteuert. Den Rahmen unserer Arbeit bildet der jährliche Arbeitsplan.

 

Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung

Mit Beginn der Schulprogrammarbeit an unserer Schule kontrollieren wir regelmäßig den Grad der Umsetzung unsrer Ziele. Dazu wird eine anonyme Schülerbefragung durchgeführt.

Die umfasst schwerpunktmäßig den Bereich Lernen und Lehren als Kernbereich des Unterrichts. Die Ergebnisse der Evaluation werden ausgewertet und sind öffentlich.